Judo-Gernsheim.de

Sanfter Weg

Sanfter Weg, was bedeutet das?

Sport ist gut für die Jugend - insbesondere JUDO !!

Eigentlich sollte jeder in seiner Jugend einige Jahre Judo machen. Das Judospiel kann man als reglementiertes „Kämpfen" umschreiben, ein Spiel von Angriff und Verteidigung, bei dem das beherrschte Umgehen miteinander im Zentrum steht. Das Gewinnen und Verlieren wird im Judounterricht relativiert und der Spaß im Zusammenarbeiten stimuliert. Akzeptanz, Respekt und Vertrauen sind wesentliche Merkmale des Judospiels. Judo ist Spaß für zwei. Vor mehr als hundert Jahren hat Prof. Jigoro Kano in Japan das Judo aus dem Jiu Jitsu entwickelt, um die Härte zu verringern und eine andere Art von Miteinander zu lehren. Er nannte es Judo: Ju = Sanft , Do = Weg bzw. Art.

Judo unter „Meisterlicher“ Leitung

Judounterricht hat sich die letzten Jahre enorm in Methodik und Didaktik entwickelt. Insbesondere ist wichtig, dass man langsam, angenehm, wohltuend und sicher lernt. Noch wichtiger ist es, dass ein Fachmann vor der Gruppe steht. Ein guter Judolehrer wird immer auf die Sicherheit achten. Er wird das Verletzungsrisiko auf ein Minimum reduzieren. Er lässt den Anfänger eine gute Fallschule durchlaufen, bevor wirklich geworfen wird. Er wird mit einer gesunden Spielidee arbeiten – entspanntes und dynamisches Bewegen und keine steife Abwehrhaltung. Es steht nur Sport auf dem Spiel!

Judo im Stehen und auf dem Boden


Für das stehende Judospiel bedeutet das: Gleichgewicht brechen, Gleichgewicht wieder herstellen und vorbeugen, dass die Balance verloren geht. Kommen die Judoka auf den Boden, wird der eine versuchen den anderen zu kontrollieren. Jeder wird versuchen sich zu befreien bzw. nicht unter Kontrolle zu geraten. Wussten Sie, dass die Bewegungsformen im Judo enorm vielseitig sind? Die am meisten vorkommenden Basisbewegungen im Judo sind: Drücken, Ziehen, Rollen, Heben, Drehen, Hüpfen, Springen, Kriegen, Greifen und Balancieren. Darum ist moderner Judounterricht kein einseitig langweiliges Angebot, sondern vielmehr ein vielseitig variierender Lernstoff. Um das Judospiel richtig zu spielen, muss der Judoschüler einige Voraussetzungen mitbringen.

Voraussetzungen für die Sportteilnahme

Bei vielen Sportarten sehen wir, dass bestimmte Voraussetzungen notwendig sind, um das Endspiel zu spielen. Im Judogrundspiel kann man schon schnell „kämpfen", aber im Stehen, in dem geworfen und gefallen wird, ist Vorsicht geboten. Darum wird der Lehrer in seinem Unterricht Situationen schaffen, um dieses Spiel zu spielen.

Drei Aspekte sind wichtig:

1.Technik: Man muss fallen, werfen und alles kontrollieren können.

2. Mentale Voraussetzung: Sich verantwortlich fühlen für sich und seinen Partner, Spielidee richtig umsetzen, nicht verkrampft sein und entspannt und mit Spaß Judo machen.

3. Physische Kondition:
a. Fitness-Judo: Muskelstärkende Übungen, bei denen man seinen Partner als Ballast nutzt.
b. Aerobes Judo-Training: Hier werden Judobewegungen in einem regelmäßigen Rhythmus gemacht, wobei die Sauerstoffaufnahme gleich dem Bedarf ist. Dadurch wird die allgemeine Kondition verbessert. Wenn die Leistungsfähigkeit gestärkt ist, kann man das Judospiel gut spielen.

Einladung und Herausforderung für Ex-Judoka

Zum Schluss richte ich mich an die Ex-Judoka und lade Sie ein, diesen Weg ins Judo zu probieren. Steig über die Schwelle und probiere einige Trainingsstunden aus! Es macht bestimmt wieder viel Spaß und ist gut für Körper und Seele.

Mike Leyenaar (Judolehrer NL, Trainer B-Lizenz des DJB und Physiotherapeut)